Newsletter-Beispiele mit praktischen Gestaltungstipps

Bevor wir tiefer in das Thema Newsletter-Gestaltung einsteigen, möchten wir zunächst einen Überblick über den Aufbau eines jeden Newsletters geben. Grundsätzlich besteht jede Werbe-Mail aus einer Reihe von wiederkehrenden Komponenten. Die unten stehende Abbildung zeigt den typischen Newsletter-Aufbau.

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Aufbau von Header und Preheader

Der inhaltliche Header einer Werbe-E-Mail bezeichnet deren obersten Teil, der von Ausgabe zu Ausgabe gleichbleibend ist. Hier finden sich das Absender-Logo, die Navigationsleiste und ähnliche Elemente. Inhalte, die wiederum dem Header vorangestellt werden, bilden den sog. Preheader. In der Praxis wird dieser schmale Raum meist nur mit dem Link zur Online-Version des Newsletters bestückt  (Bsp.: Um die E-Mail mit Bildern im Browser aufzurufen, bitte hier klicken). Nichtdestotrotz bildet der obere Teil eines Newsletters regelmäßig den Einstiegspunkt für den Blickverlauf der Leser. Damit ist dieser Bereich insbesondere links-oben sehr aufmerksamkeitsstark. Hinzu kommt, dass bei unterdrückter Bilddarstellung, also vor dem Klick auf „Bilder laden, eingangs oft nur dieser Ausschnitt ersichtlich ist. Meist folgt substanzloser weißer Freiraum, in dem die nachzuladenden Bilder erscheinen sollen. Die Antizipation dieses Fakts ist umso wichtiger bei einer großen Zahl an Empfängern, die ihre E-Mails unterwegs lesen und etwa auf dem Blackberry abrufen. Denn dort ist die initiale Darstellung extrem begrenzt:


Entsprechend der typischen F-förmigen Aufmerksamkeitsverteilung gehören im Pre-Header wichtige Werbe-Inhalte nach links, evtl. weniger wichtige funktionale Elemente dagegen eher weiter rechts platziert. Hierfür spricht ebenfalls die nutzerseitige Möglichkeit, in Outlook, Thunderbird & Co schmale vertikale Vorschaufenster zu aktivieren. Diese zeigen ohne Scrollen zunächst nur den linken Teil des Newsletters an. Der enge Darstellungsbereich ist übertragbar auch die schmalen Smartphone-Displays von oft nicht mehr als 320 Pixeln Breite, auf denen zusehends mehr E-Mails gelesen werden.

 

Ausgewählte Preheader-Elemente je nach Anwendungsfall etwa:

  • E-Mail im Webbrowser öffnen, um eine Hilfe bei Darstellungsfehlern oder der Ansicht ohne Bildern zu bieten
  • E-Mail-Absender zum Adressbuch bzw. zur Liste sicherer Absender hinzufügen, um ein breites Whitelisting  auf Nutzerebene zu erhalten
  • Newsletter in den Social Media empfehlen (Share-With-Your-Network, SWYN), wie Twitter, Facebook oder durch Meta-Dienste, etwa AddToAny und AddThis
  • Für Smartphones oder allgemein mobile Endgeräte optimierte Ansicht öffnen (mobile Version), um eine gute Usability auch in diesem Segment zu bieten
  • Künstliche Verknappung, wie „gültig bis Datum X“ oder „nur noch Y Stück“, um den Handlungsdruck zu erhöhen

Es empfiehlt sich, die oben genannten Inhalte dynamisch zu variieren. So könnten a.) neue Newsletter-Abonnenten in den ersten drei, vier Ausgaben gezielt darum gebeten werden, den Absender ihrem Adressbuch hinzuzufügen und gleichsam die Bildunterdrückung für diesen Versender zu deaktivieren. Vorteil: Ersteres bewirkt die Kennzeichnung als vertrauenswürdig und damit die künftige Aussetzung des Spam-Filters. Letzteres bewirkt höhere Öffnungsraten, die ja über ein (unsichtbares) Tracking-Bild in der E-Mail ermittelt werden, das dann stets unmittelbar geladen wird. Bei b.) inaktiven Adressaten ist evtl. die Platzierung eines zusätzlichen Abmelde-Links im Top-Bereich des Newsletters sinnvoll, um den Verteiler wirksamer bereinigen zu können.


Darstellung der Preheader in Outlook, Thunderbird & Co.

Neben der besseren Ausnutzung des Vorschaufenster-Bereichs im Newsletter trägt der Preheader noch auf andere Art und Weise zur Erhöhung der Response bei: Viele verbreitete E-Mail-Clients extrahieren heute nämlich den ersten Text (Snippet) aus dem HTML- bzw. Text-Teil einer E-Mail, um die Betreffzeile zu ergänzen. Zum Absender und zur Betreffzeile erhalten so viele Adressaten im Posteingang oder beim Eintreffen neuer E-Mails im Balloon-Tip auch eben diesen ersten Text-Abschnitt als Hilfe für die Sekunden-Entscheidung interessant oder nicht“ angezeigt. Das heißt: Der Preheader beeinflusst auch das Selektionsverhalten im Posteingang, also dieÖffnungsrate, und ist damit direkt erfolgswirksam. Exemplarisch einige Screenshots, die demonstrieren, wo der Snippet-Text tagtäglich auftaucht:

Thunderbird: Balloon-Tip bei E-Mail-Eingang und Mouse-Over-Vorschau

Outlook 2007/2010: Ergänzung in Balloon-Tip und Autovorschau

iPhone: Betreffzeilen-Ergänzung im Posteingang

Der initiale Preheader-Text sollte so gewählt werden, dass er die Betreffzeile sinnvoll ergänzt und abrundet. Beispiel: Bei einem Betreff Neueröffnung: Schnäppchen-Alarm“ ist die Verknüpfung mit „Newsletter mit Bildern anzeigen“ weniger erfolgsversprechend, als mit „Blaue Textilien bis zum 12.12. um 12% reduziert. Denn Letzteres konkretisiert den Gedanken der Betreffzeile und führt diese so weiter aus.


Ein (technischer) Wermutstropfen bleibt allerdings: Es existiert unter den Programmen kein Standard, welches HTML- oder Text-Element als Snippet-Text herangezogen und dargestellt wird. Hier ist es der erste gefundene Text im Text-Teil der Multipart-E-Mail, dort im HTML-Teil. Teils werden auch Alt-Texte von Grafiken genutzt, wie Mark Brownlow beschreibt. Oder im Falle von Hotmail mobile der Inhalt des <title>-Tags im HTML-Quelltext, der zwischen Betreff und Preheader-Snippet-Text platziert wird. Anna Yeaman hat hierüber im StyleCampaign-Blog referiert.


Effiziente Gestaltungstipps für den Preheader-Bereich

Bei der Erweiterung des Preheaders gilt es einige Dinge zu beachten. Beispielsweise sollte der Raum nicht allzu viel Platz beanspruchen, um nicht von der eigentlichen Werbebotschaft abzulenken. Der Bereich darf also zum einen nicht überladen sein oder mit großzügigen weißen vertikalen Freiräumen bestückt werden. 

Zum anderen ist die Zeichenzahl, die E-Mail-Clients, Webmailer und mobile Endgeräte als Snippet-Text für die Vorschau heranziehen, begrenzt. Das iPhone beispielsweise ergänzt den Betreff twitter’esque um knappe 140 Zeichen. Googlemail dagegen nutzt bis zu 87 Zeichen  je nach Betrefflänge auch weniger. Ähnlich wie bei der Gestaltung der Betreffzeile gilt es also auch beim zuerst auftauchenden Text-Teil, Schlüsselbegriffe im Satz voranzustellen und ggf. kürzere Synonyme zu bevorzugen, um eine möglichst Client-übergreifende vollständige Darstellung und so einen maximal positiven Effekt in Bezug auf die Öffnungsrate zu erzielen.

Um den Pre-Header zu betonen, kann dieser z. B. durch eine andere Hintergrundfarbe, als die des restlichen Newsletters, optisch gesondert hervorgehoben werden. Beispiel:

Optisch hervorgehobener Pre-Header-Bereich

Preheader- und Vorschaufenster-Optimierung

Eine Werbemail muss im Nu zwei Hürden meistern, damit der Abonnent ihr überhaupt Beachtung schenkt: 

  • Sie muss in der Postfachübersicht Aufmerksamkeit und Interesse wecken und
  • beides im Vorschaufenster aufrechterhalten.

Ersteres lässt sich durch die Triade von Absender, Betreff und Preheader-Vorschauzeile steuern. Den Erfolg der initialen Ansicht auf Stufe zwei bestimmen Anmutung und Informationsgehalt des E-Mail-Ausschnitts links-oben. Im Idealfall beantwortet bereits dieser Bereich dem Leser unmittelbar vier wichtige Fragen: Wer schreibt, warum, was soll ich tun und warum lohnt sich das?


Tipps für die optimale Nutzung des Preheaders

Viele verkennen noch die Bedeutung des Preheaders, der z. B. auf dem iPhone oder in Gmail die Betreffzeile ergänzt. Wer die Preheader-Vorschauzeile gezielt einsetzt, tut dies meist zur Konkretisierung („Frühlings-Sale!“ 10 % Rabatt auf s‘Oliver“) oder Paraphrase („Nur 24 Stunden! Nur für kurze Zeit!) des Betreffs.

Technisch setzen einige das Element „unsichtbar“ ein, d. h. eine geringe Schriftgröße und Zeilenhöhe von wenigen Pixeln verhindern gezielt die Darstellung bei geöffneter E-Mail. Damit wird der Blick auf den Link zur Onlineversion nicht verdeckt. Bei der Implementierung ist darauf zu achten, dass E-Mail-Programme die Vorschauzeile uneinheitlich extrahieren. Teilweise werden neben den eigentlichen HTML-Text-Informationen beschreibende Elemente wie <title>…</title> oder <img alt=""> mitverwendet. Mitunter bildet auch der Beginn des ersten Parts der Multipart-E-Mail – meist die Text-Variante der E-Mail – den Preheader. Im Idealfall sind alle Bereiche auf die Betreffzeile abgestimmt.

Stufe 2, also die Vorschaufensteransicht, offenbart ebenso Verbesserungsmöglichkeiten. So sollte auch bei blockierten Bildern und auf schmalen Smartphone-Bildschirmen ein guter erster Eindruck entstehen, der den Abonnenten zum Weiterscrollen nach unten und zum Entdecken seiner Vorteile einlädt. Durch responsives Design, passende HTML- und Alt-Texte, Schriftformatierungen und variierende Hintergrundfarben lässt sich der gewünschte Effekt erzielen.

Header, Preheader und Vorschaufenster sind sicherlich die wichtigen Bausteine für erfolgreiche Newsletter-Kampagnen. Da gutes Design Honig für Augen ist, darf die Gestaltung ebenfalls bei der Erstellung eines Newslettera nicht vergessen werden. Denn ist der erste Eindruck eher so lala, landet die Nachricht (evtl. samt ihrer Nachkommen) ungelesen im Papierkorb. Ein Blick auf die Trends im Werbepostfach liefert immer wieder frische Ideen für Verbesserungen. Anbei finden Sie sechs Anregungen.


Großflächige Hintergründe

Beim Blättern sticht der kolorierte Newsletter hervor, und mehr Aufmerksamkeit bedeutet in der Regel auch mehr Response. Dieser Effekt lässt sich potenzieren, indem Newsletter-Hintergründe mit stimmungsvollen Grafiken ausgeschmückt werden und bieten somit den Versender die Möglichkeit sich von Versender abzuheben. Doch Vorsicht: Nicht alle E-Mail-Programme unterstützen die gesamte Palette an HTML- und CSS-Anweisungen für Hintergründe.

Großflächige Hintergrundgrafik bei urlaubspiraten.de

3, 2, 1: Flash-Sales & Countdowns

Nie zuvor warteten so viele Newsletter mit agilen Countdowns auf wie am Black Friday und Cyber Monday. Die rückwärtsschreitenden Timer eignen sich, um Befristung zu betonen und mehr Handlungsdruck zu erzeugen. Gerade bei sehr kurzen Angebots-Zeiträumen von wenigen Stunden (Flash Sales) lässt sich damit die Aktualität des Newsletters unterstreichen. Untenstehend ein Beispiel, das mit Movable Ink bzw. MotionMail realisiert wurde:

Countdown aktiv

Countdown abgelaufen

Die Handlungsaufforderung!

Gute Calls-to-Action stechen unmittelbar hervor und beantworten die stummen Leserfragen „Was soll ich tun“ sowie „Warum lohnt sich das“. Formell muss es sich dabei nicht immer um das archetypische Rechteck mit abgerundeten Ecken handeln. Dezente Animationen und Kreativität in Form und Farbe verleihen dem wichtigen Aufruf das gewisse Etwas. Natürlich unter der Nebenbedingung, dass er immer noch klar als Button erkennbar bleibt-hier rechts ein schöner Kompromiss.

Thematisch passend inszenierte Call-to-Action

Mit Geschichten punkten...

Unterhaltsame Geschichten bieten eine willkommene Abwechslung inmitten von Batterien einseitiger Werbeversprechen. Zwar ist es aufwändig, gute Plots zu produzieren; noch dazu fehlt es im Gegensatz zur Produktabbildung vielleicht an unmittelbarer Response- und Umsatzwirksamkeit. Doch auch wer dem Interessenten ein Lächeln oder Staunen entlockt, hat etwas gewonnen. Schließlich zählt die Einstellung zu Marken und Produkten ebenfalls zu den Zielgrößen der Newsletter-Maßnahmen. Auch, wenn sie sich schlechter erfassen lässt als der Klick. Anbei ein Beispiel, das das Gewicht guter Storytelling anreißen:

Thematisch passend inszenierte Call-to-Action Weihnachten (Ausschnitt)

Interaktive Newsletter

Interaktive E-Mails entsprechen dem Gedanken des Readership-Involvement-Commitment(RIC)-Konzeptes zur Mailing-Gestaltung: Je länger sich der Leser mit dem Newsletter beschäftigt, desto höher ist sein Involvement und auch die Response-Wahrscheinlichkeit. Die Abonnenten sollen in Interaktion verwickelt werden. Nachteil ist, dass interaktive Elemente, auf für E-Mail-Verhältnisse ausgefallenen Formatierungs- Anweisungen beruhen. Sie werden daher nicht in allen Postfächern zuverlässig funktionieren.


E-Mails als „Serien-Täter“

Weihnachts-Special 3 von 12“ - Serien-Elemente sind prima, um den Lesern zu zeigen, dass sie ein abgestimmtes und durchdachtes Newsletter-Programm abonniert haben, und keine losen Einzelmaßnahmen. Zudem lassen sich hierdurch die Erwartungen.


Beispiele für technisch-kreatives E-Mail-Design

Ein kreatives und ansprechendes E-Mail-Design kann entscheiden, ob die E-Mail gelesen wird. Verfügt man zudem noch über technische Kenntnisse sind der Kreativität bei der Gestaltung von Mailings keine Grenzen gesetzt. Unten stehend finden Sie 3 praktische Beispiele für kreativ-technische Umsetzung von Newslettern.

Reader Mode-Navi: Lange Newsletter bändigen

Auf Smartphones ist endloses Wischen in der Vertikalen bei langen Newslettern oft ein Problem. Der Lesemodus von Justin Khoo („Reader Mode“) bietet eine Alternative (testen). Seine Idee erinnert ein bisschen an horizontale Newsletter-Layouts. Denn der Reader Mode ordnet einzelne Beiträge prinzipiell waagerecht an. Per Klick auf vorwärts und zurück lässt sich dazwischen navigieren und der letzte Inhaltsabschnitt ist somit mühelos erreichbar.

Klassisch

Mobil: ReaderMode (*interaktives Bild)

Daten visualisieren mit E-Mail-gerechten Infografiken

Als Gewinner des „Creative Data Design in Email“-Wettbewerbs ging die Kampagne „Brunch Index“ der Agentur eROI hervor (testen). Der Newsletter macht den Empfängern Vorschläge für eine gute Frühstücks-Location außer Haus. Und zwar unter Berücksichtigung diverser Faktoren wie dem gegenwärtigen Wetter. Im Zentrum stehen ein animiertes SVG Netzdiagramm („Radar Chart“) und diverse Daten und Balkendiagramme. Hover-Effekte erklären die Elemente.

Klassisch, ohne Bilder

Mobil, mit Bildern

Virale E-Mails: Weiterleitungen durch Gamification

Passend zum Viral Email Report bat Litmus seine Designer-Community darum, Newsletter mit hohem Weiterleitungs-Potenzial einzusenden. Der „Super Mail Forward“ von Rémi Parmentier kann sich sehen lassen (testen). Die Umsetzung war nicht einfach, wie Rémi in seinem Blog erklärt, die spielerische Idee an sich ist es schon: Leite eine präparierte E-Mail zwischen Gmail, Outlook.com, Yahoo und AOL in der richtigen Reihenfolge weiter, und die vier Super-Mario-Fragezeichenblöcke verwandeln sich nach und nach in Pilze. Andernfalls färbt sich der nächste Block rot und der Nutzer muss im vorausgegangenen E-Mail-Programm einen neuen Weiterleitungs-Versuch starten. Pfiffig, oder? :-)

Falsche Reihenfolge
Richtige Reihenfolge

Mobile: Beispiele responsiver Newsletter

Mobile ist heute im E-Mail-Postfach angekommen. Was moderne Templates so alles leisten, das zeigen 2 Praxis-Beispiele.

Man beachte z. B. 

  • elegante Wechsel von mehrspaltigen zu einspaltigen Layouts,
  • Daumen-gerechte Schaltflächen,
  • den Austausch und sonstige Anpassungen von Bildern sowie Schriftgrößen,
  • und Ein-/Ausblendungen ganzer Inhaltsblöcke (etwa im Header).

Eine E-Mail zu besonderen Anlässen ist heutzutage ein Standard. Anbei finden Sie mehrere Beispiele zusammengestellt, die als Inspiration für die Gestaltung von kreativen Ideen unterstützen können.


Newsletter-Beispiele gegen Paraskavedekatriaphobie

Wie E-Mail-Werber versuchen, für ihre Abonnenten einen Glückstag daraus zu machen, das zeigen die folgenden Beispiele.

Datum, Uhrzeit: 13.03.2015, 12:47 Uhr

Absender: sportscheck.com

Betreff: Heute ist dein Glückstag! Spare am Freitag dem 13ten!


Tipps für erfolgreiche Halloween-Newsletter

Über Halloween freuen sich nicht nur Partygänger, sondern auch die Wirtschaft. Immerhin 200 Millionen Euro Umsatz sollte das Fest im vergangenen Jahr in die Kassen spülen, so eine Schätzung der Spielwarenindustrie. Anbei einige Tipps und Ideen, wie das E-Mail-Marketing dabei hilft, die Potenziale erfolgreich auszuschöpfen.


1. Betreffzeile

Gute Betreffzeilen wecken in der Postfachübersicht Aufmerksamkeit und Interesse zum Weiterlesen. Hierzu lassen sich zahlreiche Stilmittel nutzen, die mitunter aus Überschriften-Gestaltung entlehnt sind. Zum Gruselfest Halloween kann eine Prise Schauder und Humor nicht schaden. Als Verstärker lassen sich thematisch passende Unicode-Symbole wie der Geist oder die Kürbis-Laterne platzieren.



2. Preheader

Die Preheader-Vorschauzeile ergänzt die Betreffzeile in vielen E-Mail-Programmen wie zum Beispiel Gmail. Meist ist dies ein funktionaler Hinweis à la „Bei Darstellungsfehlern hier klicken“, doch besser wäre ein inhaltlicher Wink im Stile von „Die Süßigkeiten- und Rabatt-Jagd ist eröffnet“. Gerade in der mobilen Postfachübersicht, in der die Zeichenzahl pro Betreff stark begrenzt ist, kommt dem Gestaltungselement eine besondere Bedeutung zu. Um effektiv Interesse zu erzeugen, sollte der Preheader die Betreffzeile sinnvoll abrunden.


3. Theme

Eine klare Blickverlaufs-Hierarchie ist hierbei genauso erfolgskritisch wie „softe“ Designfaktoren. Allein die passende Farbpalette sorgt vielfach bereits auf den ersten Blick für Halloween-Grundstimmung im Postfach.


4. Header

Weiterhin empfehlen sich Verzierungen mit typischen Halloween-Motiven: Spinnennetze, Zombies, Raben, Kürbisse, Hexen, Geister oder auch Fledermäuse stehen hoch im Kurs. Es empfiehlt sich, hiermit bereits im Kopfbereich des Newsletters aufzuwarten – schließlich wird dieser Teil garantiert im Vorschaufenster oder auf dem Mobiltelefon dargestellt und nach der Öffnung wahrgenommen.


5. Content

Relevanz heißt das Zauberwort im E-Mail-Marketing. Und relevant ist in erster Linie das, was dem Leser nützt. Auch dies variiert – nicht nur von Empfänger zu Empfänger, sondern auch bei ein und demselben Abonnenten je nach situativem Kontext. Dennoch steht und fällt der Erfolg mit vorteilhaften Inhalten. Und gegen Preisnachlässe oder – passend zur Saison – tolle Kostüme oder kreative Rezept-Ideen wird sich kaum jemand beschweren.


6. Profiling

Der Newsletter eignet sich nicht nur, um Kunden zu binden und Abverkäufe zu steigern. Darüber lässt sich den Abonnenten auch effizient ihr Informationswert entlocken. Wer interessiert sich überhaupt in welchem Maße für Halloween allgemein oder für bestimmte Spielsachen? Eine kleine Umfrage – oder gar ein Preference-Center – ist schnell umgesetzt und einrtstanden. Später lässt sich die Kommunikation darauf basierend besser zuschneiden.


7. Deadlines

Behalten Sie frühzeitig Stichtage im Auge, die für die Bestellungen Ihrer Abonnenten relevant sind. Dazu zählen vor allem diejenigen, zu denen Artikel noch pünktlich mit dem Standard- oder Expressversand geliefert werden können.


8. Empfehlungsfunktion

Teilen-Funktionen sind Kernbestandteil des Social Web. Auch das E-Mail-Marketing profitiert davon. Über entsprechende SWYN-Schnittstellen („Share-with-your-Network“) lassen sich einzelne Artikel oder der gesamte Newsletter auf Knopfdruck an Freunde und Follower empfehlen. Dies steigert die Werbereichweite.


9. Bildpersonalisierung

Der Newsletter eignet sich nicht nur, um Kunden zu binden und Abverkäufe zu steigern. Darüber lässt sich den Abonnenten auch effizient ihr Informationswert entlocken. Wer interessiert sich überhaupt in welchem Maße für Halloween allgemein oder für bestimmte Spielsachen? Eine kleine Umfrage – oder gar ein Preference-Center – ist schnell umgesetzt und eingebunden. Später lässt sich die Kommunikation darauf basierend besser zuschneiden.


Muttertag: 20 Ideen für zündende Newsletter-Betreffzeilen

Großflächige Hintergründe

Kurzentschlossene, Töchter, Söhne und Schnäppchenjäger durchforsten kurz vor dem Muttertag das Web nach Geschenken, um Muttis Ehrentag zu versüßen. Mit einer zielgruppengerechten Ansprache im Newsletter-Betreff steigern Sie die Chance, dass sie in Ihrem Shop fündig werden. Doch leichter gesagt als getan. Werbetexten ist schließlich eine Kunst für sich - oder nicht? Anbei finden Sie einen Betreffzeilen-Rückblick und damit eine Vielzahl an Anregungen: von "Upgrades" bis "Helden-Prämien".

2012:

  • Maxi, profitieren Sie jetzt von 15% auf Ihr Muttertagsgeschenk mit Ihren Fotos
  • ALDI Blumen Service: Exklusive Blumensträuße für den Muttertag am 13. Mai!
  • Die besten Geschenkideen zum Muttertag
  • Bis zu 50% sparen: die schönsten Muttertagsgeschenke

2013:

  • Kleine Liebesbotschaften zum Muttertag - Mama ist die Beste
  • RITTER SPORT Schoko-Gruß zum Muttertag.
  • Mama ist die Beste - persönliche Geschenke zum Muttertag
  • Blumen zum Muttertag? Jetzt 10 EUR Vorteil bei MIFLORA ohne Mindestbestellwert sichern!

2014:

  • Garten-Angebote & Muttertags-Inspiration: der neue OBI Prospekt ist da!
  • Ans Herz gelegt - Geschenkideen zu Muttertag
  • Gewinnen Sie 1 von 100 Armbändern: Die Muttertag-Aktion.

Benötigen Sie noch mehr Ideen für zündende Newsletter-Betreffzeilen zum Muttertag? Lassen Sie sich von 175 Betreffzeilen inspirieren.

Newsletter-Marketing zur WM: Tipps und Anregungen

 Anbei finden Sie Inspiration, wie Sie mit teils einfachen Mitteln bei Ihren Fußball-Fans punkten.

Auffällige Betreffzeile

Symbole in Betreffzeilen sind ein etabliertes Mittel, um sich im Postfach abzuheben. Wussten Sie, dass der Unicode-Zeichenvorrat im Block „verschiedene Symbole“ auch einen Fußball ⚽ bereitstellt? Die Steilvorlage für die Bewerbung kommender WM-Aktionen! Zumindest theoretisch, denn E-Mail-Programme haben ihre eigenen Gesetze, und extravagante Verzierungen werden lange nicht überall dargestellt. Fürs Schönspielen gibt‘s keine Punkte, denkt sich Conrad, und macht die Probe aufs Exempel, um werbewirksam auf das Tippspiel hinzuweisen:

Mit einem Unicode-Symbol alleine ist es natürlich nicht getan. Horchen Sie doch mal in sich hinein, wie die folgenden 15 Betreffzeilen auf Sie wirken.


  • ❶❶ Tage ❶❶% Rabatt – Wir freuen uns auf die WM!
  • Perfekt aufgestellt: WM-Vorbereitung mit den Angeboten von toom Baumarkt!
  • 11 Tage lang -11% auf alle Fußball-Produkte!
  • Die FIFA WM-Ticketjagd hat begonnen. Sei dabei!
  • Sind Du und Dein Garten fit für die WM?
  • WM-Paket mit Trikot und Ball ab 19,95 €
  • Sind Sie schon im WM-Fieber?
  • Jetzt startet die Fußballparty!
  • WM-Vorfreude - Jetzt DFB Trikot sichern!
  • Jetzt geht's los! - Die GRAVIS WM Angebote
  • Noch 2 Wochen bis zur WM: jetzt die letzten Top-Angebote sichern
  • WM-Countdown: Gruppe C und D!
  • Zinsangebote zur Fußball-WM: Renditemeister nicht in Sicht
  • WM Private Viewing – Get the garden party look
  • Die WM Vorfreude wächst - alle Testspiele!

Humanized Content

Ein Tippspiel der etwas anderen Art bewirbt der ImmobilienScout24-Newsletter. In Vorbereitung zur WM schießen die Menschen hinter den Mails 11 Tage lang auf eine Torwand. Und für jedes Tor winken 11 % Rabatt. Auf der Landing Page gibt der Newsletter-Abonnent zunächst einen Tipp ab. Dabei wirbt jede/r Schütze mit einem Interview um Vertrauen in ihre bzw. seine Skills. Nach der Tippabgabe lässt sich das Auflösungsvideo abspielen und am Gewinnspiel teilnehmen:

Weiterhin empfehlenswert sind Bildpersonalisierungen mit Fußballmotiven wie die Geburtstagsgrüße des Fanclubs Nationalmannschaft. Spieler-Nummer und Name dürften nicht nur zum 30. Ehrentag doppelt ins Fan-Herz treffen, sondern auch während der kommenden WM-Tage:

Last but not least eignen sich GIF-Animationen immer wieder, um Aufmerksamkeit zu wecken und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen – die passenden Motive natürlich vorausgesetzt.

Bei dem Geburtstag-Thema lohnt sich ein Blick auf weitere zahlreiche Beispiele für die Geburtstagsmailings und.

 

 


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