Nicht nur sauber, sondern rein: Unterziehen Sie Ihr E-Mail-Marketing einem Frühjahrputz

Die Tage werden wieder länger und die Ausreden kürzer. Neben ausgefeilten Ideen für geniale Newsletter und mehrstufige Serien ist es wichtig, regelmäßig einmal aufzuräumen. Lassen Sie uns zusammen die Ärmel hochkrempeln und typische Stolperfallen im E-Mail-Marketing unter die Lupe nehmen.

Das A und O im E-Mail-Marketing ist eine gut gepflegte Empfängerliste. Das Thema Listenhygiene ist allerdings bei vielen nicht sonderlich beliebt, bedeutet es doch, sich von mühsam eingesammelten E-Mail-Adressen zu trennen. Vielleicht können wir Ihnen die Trennung erleichtern: eine gut gepflegte Empfängerliste beeinflusst ungemein Ihre Versender-Reputation. Gmail, Outlook, GMX und Co. arbeiten mit immer intelligenteren Filter-Programmen, die ebenfalls die Qualität der Empfänger bewerten. Werbetreibende, bei denen viele Leser die Mailings als Spam melden, verlieren ihren guten Ruf.

Nicht erreichbare E-Mail-Adressen sind Soft- bzw. Hard-Bounces. Dabei kann beispielsweise der Server gerade nicht erreichbar gewesen sein, wodurch die E-Mail nicht zugestellt wurde (Soft-Bounces) oder es handelt sich um nicht mehr bestehende E-Mail-Adressen (Hard-Bounces). Sollten inaktive Adressen mehrfach angeschrieben werden, wirkt sich das ebenfalls negativ auf die Reputation aus und man landet gleich im Spam-Ordner seiner Leser. Moderne Versandsoftware-Anbieter wie Episerver Campaign nehmen Ihnen diese Arbeit ab. Die Bounces werden nach mehrmaligem erfolglosen Zustellversuch automatisch nicht mehr angeschrieben.

Wann sollten Sie Empfängerlisten aufräumen?

Das hängt ganz von der Branche ab. Bei vielen dürfte die beste Zeit für eine kleine Aufräumaktion das Frühjahr sein. Bis zu den großen Highlights des Jahres wie Ostern, Saisonstarts, Sales oder Weihnachten ist noch etwas Luft.

Je nachdem welche ToDos Sie ermitteln, ergeben sich kleinere oder größere Projekte, die im Laufe des Jahres angepackt werden können:

  1. eine automatische Reaktivierungskampagne anlegen
  2. die An- und Abmeldung zum Newsletter testen
  3. Mailings zur Profilanreicherung versenden
  4. Newsletter-Design checken, besonders die Größe der Bilddateien
  5. die KPI’s beurteilen und hinterfragen
  6. prüfen, welche Möglichkeiten Ihre Versandsoftware noch anbietet

 

Kunden zurückholen mittels einer Marketing Automation

Ermitteln Sie Ihre inaktiven Leser. Wer hat seit längerem weder Mailings geöffnet noch etwas angeklickt? Diese aussortierten E-Mail-Adressen sollten Sie natürlich nicht einfach wegschmeißen. Es ist möglich, ihnen noch eine letzte Chance zu geben. Das Zauberwort heißt hier: Reaktivierungskampagne. Wie das funktionieren kann, zeigt der Reinigungsdienst ZipJet. Dieser ruft sich bei seinen Kunden mit einem Mailing in Erinnerung, welches den auffälligen Betreff “Löschung Deines Accounts“ besitzt. Wer seit einem Jahr nicht mehr bestellt hat, bekommt beim erneuten Bestellen einen Gutschein. Wer nicht mehr bestellen möchte, wird über anstehende “Nachteile“ informiert, wie den Verlust der gesammelten Punkte und des Kunden-Logins.

Der Vermittler für Textilreinigungen erinnert Kunden, die seit über einem Jahr nichts mehr bestellt haben an den Service. Wer zurückkehrt, bekommt einen Gutschein. Wer geht, verliert alle Punkte und der Account wird gelöscht.

 

Eine andere Herangehensweise um inaktive Kunden zurückzugewinnen ist ein Gamification-Ansatz. Unser Consulting-Team entwickelte zusammen mit dem Mietwagen-Broker CarDelMar eine Reaktivierungskampagne. Untätige Newsletter-Leser bekamen Aufnahmen von bekannten Sehenswürdigkeiten zu sehen und sollten den Standort des dort geparkten Mietwagens erraten. Als Anreiz beim Gewinnspiel mitzumachen winkte als Preis ein Mietwagen für eine Woche.

Einmal eingerichtet, kann eine Reaktivierungskampagne automatisch im Hintergrund laufen. Hierfür bieten Ihnen E-Marketing-Anbieter Tools wie z.B. die Marketing Automation von Episerver Campaign. Beim Anlegen der Kampagnen definieren Sie die Zielgruppen und den Zeitpunkt, wann die einzelnen Mailings versendet werden sollen. Die zurückgewonnen Leser werden wieder der Regelkommunikation wie z. B. der Empfängerliste für den Newsletter zugewiesen. Diejenigen, die sich nicht melden, landen auf einer anderen Liste.

Hello & Goodbye: Check der Newsletter-An- und Abmeldung

Im Zuge der Listenhygiene sollten Sie sich auch den Verlauf der An- und Abmeldungen über einen längeren Zeitraum hinweg ansehen. Gibt es Auffälligkeiten wie besonders viele Anmeldungen oder Abmeldungen? Nehmen Sie sich auch die Zeit beides wieder einmal zu testen. Es hilft, Kollegen aus anderen Abteilungen oder neue Kollegen darum zu bitten, sich anzumelden und wieder abzumelden. Ein paar frische Augen sehen andere Details und hinterfragen den Ablauf.

Nebenbei erinnern wir Sie daran, dass Google schon seit 2017 das unsichtbare reCAPTCHA eingeführt hat. Viele Marketer hinterlegen bei Formularen wie der Newsletter-Anmeldung ein Captcha um sicher zu gehen, dass sich wirklich Menschen und keine Spambots anmelden. Beliebt ist die Abfrage von einer Auswahl an Zeichen und Nummern. Aber egal wie elegant es bisher eingebunden wurde – es bleibt ein weiterer Extra-Schritt beim Ausfüllen eines Formulars. Mit dem unsichtbaren reCAPTCHAkann ein Mensch das Formular abschicken, ein Bot dagegen nicht. Wie dies funktioniert und eingebunden wird, erfahren Sie im Artikel Invisible reCAPTCHA + Double-Opt-In = Mehr Sicherheit ohne Nachteile?

So funktioniert das invisible reCAPTCHA. Ein Mensch kann sich anmelden, ein Bot dagegen nicht. Beim Logo können standardmäßig die Google Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen eingesehen werden.

 

In einem weiteren Blog-Beitrag gehen wir außerdem auf versehentliche Ein-Klick-Abmeldungen durch List-Unsubscribe ein. Wie hier links im Screenshot zu sehen: Bei Gmail erscheint bei Massenversandmails neben dem Betreff ein "Abmelden". Dass Leser diese Möglichkeit geboten wird, wirkt sich positiv auf die Reputation und somit die Zustellbarkeit des Versenders aus. Allerdings kann bereits der Spamfilter des E-Mail-Clients eine Abmeldung auslösen. Eine Möglichkeit, diese automatische Abmeldung zu umgehen, ist es, den Leser auf der Abmeldeseite den Wunsch noch einmal bestätigen zu lassen.

Schon bemerkt? Webmailer wie Gmail zeigen bei Massenversand-Mailings wie Newsletter eine Möglichkeit zur Abmeldung gleich neben dem Betreff an.

 

Falls in diesem Zuge noch die Zeit bleibt, um die Möglichkeiten auszuloten, neue Newsletter-Leser zu werben, lohnt sich ein Blick in unseren Artikel: Über Offsite-Kanäle neue Abonnenten gewinnen. Seien es Google-Anzeigen, Affiliate-Marketing oder das Verlinken und Einbinden der Newsletter-Anmeldung in Blogartikeln – es gibt einige Ideen, um charmant und dezent auf den eigenen Lesestoff per Mail hinzuweisen.

Freundlich nachfragen wann man Geburtstag hat  

Beim Aufräumen fällt einem ebenfalls auf, wie gut gepflegt die Datensätze sind. Der UX-Designer zum Beispiel möchte eine kurze und einfache Newsletter-Anmeldung. Der E-Mail-Marketer wiederum möchte personalisierte Kampagnen versenden wie Geburtstagsmailings. Hierfür benötigt man das Geburtsdatum. Eine Möglichkeit, mehr über seine Kunden zu erfahren, sind freundliche Nachfassmailings. In ruhigen Zeiten wie im Frühjahr, Herbst oder zwischen den Jahren kann ein Mailing an das Pflegen der Kundendaten erinnern. Um den Geburtstag zu erfahren, weisen Werbetreibende gerne darauf hin, dass es einen Gutschein an dem Ehrentag gibt.

Lernen Sie Ihre Leser besser kennen. Das funktioniert z. B. durch Nachfassmailings. Der US-amerikanische Modeshop LOFT fragt mit diesem Mailing freundlich nach dem Geburtstag.

 

Schlankheitskur fürs Newsletter-Design

Die Größe der Grafiken wird bei einigen Werbetreibenden gerne einmal unterschätzt. Dabei kann es zu ungenauen Öffnungszahlen und sogar einer unverständlichen Kommunikation kommen. E-Mail-Clients wie Gmail laden zu große HTML-E-Mails nicht mehr vollständig herunter. Um den gesamten Newsletter zu sehen, muss der Leser per Klick den Inhalt nachladen. Das kann dazu führen, dass die Message verloren geht. Ebenso wird dadurch die Öffnung nicht gezählt, da sich das Trackingpixel meistens am Ende des Mailings befindet. Werfen Sie einen Blick in den HTML-Code und planen Sie eine kleine Schlankheitskur beim Erstellen der Grafiken. Daneben helfen Darstellungstests um zu erfahren, wie der Newsletter aussieht. Für den Anfang helfen textliche Anpassungen wie Alt-Texte und Buttons, die auch bei unterdrückten Bildern lesbar sind.

Die wichtigsten Messgrößen kennen

Was ist wichtiger, Klickrate oder Öffnungsrate? Und wie ermittele ich die Double-Opt-in-Rate? Nichts leichter als das. Die zehn wichtigsten Messgrößen und wie sie berechnet werden, stellen wir Ihnen auf dieser Seite vor: Kennzahlen im E-Mail-Marketing. Bei der Klickrate handelt es sich beispielsweise um den prozentualen Anteil aller Klicks auf die Empfängerzahl.

Fortgeschrittene Versand-Software-Lösungen bieten E-Mail-Marketern zusätzlich ein breites Portfolio an Analysemöglichkeiten. Wie sieht Ihr aktuelles Reporting aus? Gibt es Feedback, welche Kennzahlen noch mit einfließen können? Hinterfragen Sie regelmäßig Ihre Analysen und KPIs. In Episerver Campaign können Sie sich ein individuelles Reporting mittels Deep Analytics zusammenstellen und automatisch an einen von Ihnen ausgewählten Empfängerkreis versenden. Mit der Visuellen Linkauswertung erkennen Sie, welche Verlinkungen besonders beliebt sind.

Was kann meine Versandsoftware noch?

Wer unseren Blog liest, wird bemerken, dass immer etwas los ist im E-Mail-Marketing. Deshalb ist es gut, regelmäßig in Kontakt mit dem eigenen E-Mail-Versender zu stehen. Fragen Sie neben der Korrespondenz im Tagesgeschäft nach, was neu ist oder in Kürze ansteht. Eine professionelle Newsletter-Versand-Software wie Episerver Campaign entwickelt sich ständig weiter. Auf Messen wie der Internet World EXPO, K5OMR oder der dmexco stellen wir die Möglichkeiten unserer Software vor. Mehrmals jährlich laden wir kostenfrei zu unseren Webinaren ein. Unsere Consultants präsentieren Ihnen dabei die Trends der Branche. Und wer ganz tief in Kampagnen-Strategien,Newsletter-Designs sowie rechtliche Dos & Don’ts eintauchen möchte, sichert sich noch schnell einen Platz für den BERLIN EMAIL SUMMIT on tour, der dieses Jahr in München (9.4.), Hamburg (28.5.), Köln (26.9.) und Berlin (9.10.) stattfindet.  

Fazit

Ausgeschlafene E-Mail-Marketer sollten die Trends der Branche im Auge behalten. Neben der Suche nach kreativen Mailing-Ideen oder Möglichkeiten der Personalisierung lohnt es sich mindestens einmal im Jahr etwas aufzuräumen. Wir empfehlen Ihnen, über eine Reaktivierungskampagne nachzudenken, fleißig zu testen und sich über neue Möglichkeiten im E-Mail-Marketing zu informieren.

Sie trauen sich nicht allein aufzuräumen? Macht nichts. Hilfe ist unterwegs. Neben einer der besten E-Mail-Marketing-Softwares am Markt bietet Episerver ein breites Consulting-Angebot. Unsere Spezialisten mitsamt externer Experten kommen dieses Jahr sogar zu Ihnen und helfen Ihnen beim optimalen Putzplan. Ob es nun um die perfekte Mobile-Strategie, die richtigen Schritte im Zuge der ePrivacy Verordnung oder die besten Daten für Ihr personalisiertes E-Mail-Marketing geht: Starten Sie mit uns gut vorbereitet in die Saison und ergattern Sie sich einen Platz beim BERLIN EMAIL SUMMIT in Ihrer Nähe! 

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