Mit Inline-Grafiken die Bildblockade in E-Mail-Programmen aushebeln?

Lassen sich die Bildblockaden in den wichtigsten E-Mail Programmen durchbrechen? Darüber berichten wir ausführlich anhand von Beispielen in dem Artikel. In unserem Beitrag zu den 13 Tipps für Newsletter-Tests gibt es zudem einen guten Überblick über die erfolgreichen Tests im E-Mail-Marketing. Erfahren Sie auch, wie sich nun regelmäßige Tests in Ihren Alltag integrieren lassen.

Aus Datenschutzgründen blockieren Outlook, Freenet & Co. Grafiken in E-Mails zunächst. Der Nutzer muss diese explizit anfordern („Bilder anzeigen“), erst dann zeigt sich ein Newsletter in seiner vollen Pracht. Denn würden Bilder beim E-Mail-Abruf sofort vom Spamserver abgerufen, könnten die Versender auf diese Weise leicht die Gültigkeit der Adressen sowie weitere persönliche Daten wie Aufenthaltsort, Betriebssystem usw. nachvollziehen. Für seriöse Marketer ist die Bildblockade ein Ärgernis. Schließlich soll die Werbebotschaft unmittelbar und in hoher Anmutungsqualität zum Empfänger durchdringen.

Nun müssen E-Mail-Grafiken nicht unbedingt von einem Internetserver abgerufen werden. Sie lassen sich ebenso in E-Mails einbinden. Entweder als Anhang oder als sogenannte Inline-Grafiken. Da die persönlichen Daten hierbei nicht in Gefahr sind – eingebundene Grafiken wurden ja mit der E-Mail empfangen und gespeichert – können E-Mail-Programme diese direkt anzeigen. Doch werden Inline-Grafiken flächendeckend unterstützt? Ein kleiner Test soll Licht ins Dunkle bringen.

 

Inline-Bilder nutzen

Grafiken werden als Binärdateien gespeichert, d.h. sie enthalten nicht nur druckbare Zeichen. Eine E-Mail hingegen ist eine Textdatei. Um ein Inline-Bild einzubinden, muss die binäre Grafikdatei zunächst ins Textformat überführt werden, das sich dann in den HTML-Code des E-Mailings einfügen lässt. Das Base64-Kodierungsverfahren erledigt genau dies:

Anschließend ist die Base64-kodierte Datei in das Source-Attribut eines Image-Tags einzusetzen. Es ersetzt also den sonst üblichen Dateipfad zur Grafik auf dem Webserver.

 

Damit die Rendering Engine des E-Mail-Programms, die später den Quelltext in seine visuelle Repräsentation überführt, weiß, dass es sich um eine Datei und keinen Pfad handelt, muss das Schlüsselwort „data:“ inklusive des Inhalts -Typs (hier: „image/gif“) und der Kodierung („base64“) vorangestellt werden. Im E-Mailing, das ich für einen kleinen Test nutzte, sah das Ergebnis dann (gekürzt) so aus:

 

Rendering-Test

Die folgende Tabelle gibt die Ergebnisse eines Rendering-Tests wider, die im Lichte der Client-Marktanteile zu betrachten sind:

 


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