4 Hacks für personalisierte Trigger-Kampagnen

Kunden immer genau das Produkt anbieten, das sie möchten – am besten auch noch genau in dem Moment wenn sie es möchten. Welches Unternehmen will das nicht? Wir haben vier Hacks zusammengestellt, wie Sie mit Episerver Personalization Ihre Trigger verbessern und Ihre Personalisierungsmaßnahmen vorantreiben. Somit steigern Sie die Relevanz Ihres Dialogmarketings und die Performance Ihrer Kampagnen.

Die Hacks im Überblick:

Hack #1: Geben Sie besonderen Onsite-Kampagnen mit Trigger-Mails einen weiteren Push

Wie häufig nutzen Sie individuelle Landingpages für spezielle Events? Besondere Ereignisse werden von unseren Kunden oft in großem Stil auf der Online-Präsenz mit individuellen Kampagnen-Landingpages bespielt. Denken Sie beispielsweise an eigene Seiten für Feiertage wie Ostern, Black Friday oder Weihnachten – oder Seiten mit saisonalem Charakter (z. B. Sommer-Looks im Fashion-Bereich). Diese Landingpages haben oft nur eine begrenzte zeitliche Relevanz und gehen nach einiger Zeit wieder offline. Nichtsdestotrotz eigenen sich gerader diese Pages für Trigger-Kampagnen im E-Mail-Marketing.

Der Besuch einer Landingpage ist oft ein Indikator für das Interesse an dem jeweiligen Thema. Wird eine Landingpage sogar öfter pro Session besucht, ist die Relevanz der Inhalte noch eindeutiger. Besucher, die (mehrfach) eine bestimmte Kampagnen-Seite aufgerufen, jedoch nicht konvertiert haben, können Sie somit gut über eine nachgelagerte Trigger-E-Mail bespielen. So holen Sie Ihre Abonnenten mit einer E-Mail ab, die thematisch auf die Landingpage zugeschnitten ist. Nutzen Sie diese Trigger-Mail beispielsweise, um weitere Inhalte zu kommunizieren, passende Produkte zu bewerben oder vielleicht sogar mit einem Gutschein nachzuhelfen.

In 4 Schritten zum Kampagnen-Trigger mit Episerver Personalization:

  1. Landingpage-URL auswählen: Welche URL (oder Teil-URL) löst den Versand der Trigger-Mail aus?
  2. Anzahl festlegen: Wie oft muss die (Teil-)URL pro Session besucht worden sein, damit das Mailing versendet wird?
  3. Zeitraum wählen: Wann ist diese Kampagne aktiv? (Start- und Enddatum für zeitlich limitierte Aktionen)
  4. Mailing im ESP auswählen: Welches Transaktionsmailing soll versendet werden?

Hack #2: Nutzen Sie beliebte Suchanfragen für Ihre hochpersonalisierten Trigger-Kampagnen

Verfügen Sie über eine Suchfunktion in Ihrem Online-Shop? Auch Suchanfragen eigenen sich perfekt für den Einsatz von nachgelagerten Trigger-Kampagnen. Wenn ein Website-Besucher aktiv über das Suchfeld nach einem Produkt, einer Marke oder einer Kombination aus beidem sucht, können Sie von einem gesteigerten Interesse ausgehen. Dass es nicht zum Kauf kommt, kann vielfältige Gründe haben – zum Beispiel entsprach das Produkt nicht den Erwartungen (preislich oder in der Ausführung) des Suchenden oder der Besucher war abgelenkt und hat die Session abgebrochen. In jedem Fall lohnt es, hier am Ball zu bleiben.

Bestenfalls greift eine Trigger-Kampagne die abgebrochene Suche auf und versendet eine E-Mail, die inhaltlich und gestalterisch die Suche wieder aufgreift. Schon der Betreff kann auf den Suchbegriff verweisen und die Mail kann vom Header bis zum Footer auf die Suche individualisiert sein.

Wir empfehlen, diesen Such-Trigger nur für Ihre volumenstärksten Suchbegriffe im Online-Shop zu realisieren. Ganz nach dem Long-Tail-Prinzip aus dem SEO gehen wir davon aus, dass granulare Suchen mit mehreren Begriffen bessere Performance liefert – jedoch zeigen diese kleinteiligen Suchen geringere Trafficzahlen und führen somit wahrscheinlich zu sehr limitierten Versandvolumen. Eine Vorab-Analyse mit den Kollegen aus dem E-Commerce ist daher ratsam, um die stärksten Suchanfragen zu definieren.

Diese Trigger-Kampagne wird 120 Minuten nach Beenden der Session ausgelöst, sofern während der Session nach dem Begriff "Lego2 gesucht wurde.
Diese Trigger-Kampagne wird 120 Minuten nach Beenden der Session ausgelöst, sofern während der Session nach dem Begriff "Lego" gesucht wurde.

Auch für diesen Hack gilt, dass Sie die URLs Ihrer Suchanfragen genau kennen müssen, um so den Trigger-Versand durch einem Suchseitenaufruf auszulösen. Wie sehen die URLs Ihrer Suchanfragen aus?

Das Set-up ist hier wie bei der Trigger-Kampagne. Sie legen fest, für welche URL oder Teil-URL Ihrer Suchen Sie ein Nachfass-Mailing versenden möchten und schon kann es losgehen.

Hack #3: Triggern Sie eine Push-Nachricht anstelle eines Newsletters

Haben Sie eine eigene App und möchten Push-Mitteilungen versenden? Haben Sie vielleicht schonmal über Browser-Push nachgedacht? Die Benachrichtigungspräferenzen Ihrer Kunden sind sehr unterschiedlich – freut sich Kundin A über Ihre regelmäßigen Newsletter, möchte Kunde B lieber Push-Nachrichten über die App empfangen. Und Kundin C surft viel im Browser und möchte via Browser-Push über Neuigkeiten informiert werden. Mit Episerver Campaign können Sie auch Push-Nachrichten übermitteln – in Verbindung mit unserer Personalization-Lösung können diese sogar als hochpersonalisierter Trigger versendet werden.

Die Funktion Episerver Email Recommendations klingt erstmal danach, dass Sie ausschließlich Produktempfehlungen via Newsletter versenden können. Allerdings können Sie mit einem kleinen Workaround auch Push-Nachrichten triggern. Das ist vor allem dann spannenden, wenn Sie Ihr Dialogmarketing um Push-Nachrichten erweitern wollen, um eine größere Audience erreichen zu können.

Hack #4: Triggern Sie Nachrichten nur für bestimmte Produktkategorien, Marken oder andere Attribute

Möchten Sie festlegen, dass bestimmte Trigger nur für definierte Produkte, Kategorien oder Marken angestoßen werden? Mit dem kürzlich veröffentlichten Update von Episerver Personalization können Sie die Versendung von In-Session Triggern und täglichen Triggern unter Berücksichtigung ausgewählter Kriterien steuern. Diese Kriterien (im Episerver Personalization auch “Ausdrücke” genannt) beziehen sich auf Produkt-Attribute wie Warengruppe, Produktkategorie, Marke, Preissegment uvm. (eigentlich alle Produkteigenschaften, die über den Produktfeed an Episerver übermittelt werden). Der Trigger wird nur für die Besucher ausgelöst, die während der Session Produkte angesehen haben, die den erweiterten Kriterien entsprechen.

Diese Option ermöglicht es Ihnen, die Trigger weiter einzuschränken und zu verfeinern. Sie können damit beispielsweise einen Session-Abbrecher-Trigger für eine bestimmte Marke realisieren. Website-Besucher, die sich für Produkte dieser Marke interessiert haben, können so mit einem stark gebrandeten Newsletter abgeholt werden. Auch können Sie einen Preisalarm für bestimmte Produktkategorien anstoßen oder ein Nachkaufmailing aufsetzen für Produkte, die in regelmäßigen Abständen nachgekauft werden.

Diese Szenarien lassen sich nun mit Episerver Personalization abbilden. Gehen Sie dafür folgendermaßen vor:

  1. Die erstellen die Trigger-Kampagne in gewohnter Weise.
  2. In der Konfiguration wählen Sie einen oder mehrere Ausdrücke und verfeinern so die Trigger-Kriterien weiter z. B., um die Nachricht nur bei bestimmten Produkten, Produktkategorien oder Marken auszulösen.


Mit dieser Kampagne erhalten Kunden eine Nachricht mit passenden Produktempfehlungen, die in den letzten 30 Tagen ein Produkt aus der Kategorie "Fahrradhelme" für Männer angesehen haben, welches jetzt im Preis reduziert wurde.

Bonus-Hack: Integrieren Sie das Surfverhalten in Ihre Segmentierung und erstellen daraus relevante Zielgruppen

Es muss nicht immer eine Trigger-Kampagne sein. Auch Ihre Regelkommunikation soll schließlich möglichst relevant für Ihre Empfänger sein.

Wie wir wissen bildet das Öffnungs- und Klickverhalten im Dialogmarketing nur einen kleinen Teil der Präferenzen und Interessen Ihrer Empfänger ab. Ein umfassenderes Bild erhalten Sie, wenn Sie auch das online Surfverhalten berücksichtigen. So ist es spannend, Ihre Newsletter-Strategie auch durch die Ansichten und Klicks im Webshop anzureichern. Ziel muss hier nicht immer der direkte Versand von Nachrichten sein. Vielmehr geht es darum den Kunden besser kennenzulernen und mit Daten aus dem Onsite-Verhalten zu befüllen. Diese Profildaten können Sie im Nachgang nutzen, um relevantere und persönlichere Inhalte zu kommunizieren.

Neben dem Versand einer Nachricht gibt es in Episerver Personalization auch die ESP-Aktion, den Empfänger zu einer Zielgruppe hinzuzufügen. Mit dieser Aktion wird ein vorab definiertes Empfängerlistenfeld in Episerver Campaign mit einem frei-definierbaren (aber statischen) Wert befüllt. Aus diesem Empfängerlistenfeld können Sie sodann eine Zielgruppe bauen, die die Grundlage für die weitere personalisierte Kommunikation darstellt. Beispielsweise können Sie diese Zielgruppe mit thematisierten Newslettern für dieses Profil bespielen oder die Anzeige von bestimmten Paragrafen für diese Zielgruppe steuern.

Hat zum Beispiel ein Kunde die Kategorie „Herren-Sportbekleidung“ mehrfach in einer Session besucht, ist dieses Verhalten sicherlich interessant für Ihre Newsletter. Entsprechend können Sie Ihre Newsletter-Strategie für diese Kategorie-Visitors anpassen. In Ihrer Regelkommunikation können Sie diese Besuche berücksichtigen, indem Sie für diese Zielgruppe eine angepasste Betreffzeile integrieren, ein sportliches Header-Bild ausspielen und die Produkte dieser Kategorie als erstes zeigen. Ihrer Kreativität ist hier keine Grenze gesetzt und die Möglichkeiten sind quasi unendlich.

Fazit

Sie sehen, mit den richtigen Triggern sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Kunden immer zum passenden Zeitpunkt mit relevanten Inhalten ansprechen – und das automatisch und ohne, dass Sie damit zusätzliche Arbeit haben.

Sie möchten personalisierte Trigger-Kampagnen nutzen oder suchen Untersützung bei anderen Dialogmarketing-Kampagnen? Das Episerver Business Consulting steht Ihnen bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite.